Lokale Produkte - es gibt noch Überraschungen!

Ist ja nicht immer so, dass man große Überraschungen erlebt, wenn man mal einkaufen geht. Dies und das ist teurer geworden, manche Sachen werden immer billiger und das große Werbebanner mitten im Weg verspricht einem das Blaue vom Himmel. 
Was mir persönlich seit dem Umbau im Supermarkt in Aukrug gut gefällt ist, dass es zwischen den ganzen nationalen und internationalen Produkten auch vereinzelt Sachen aus dem Naturpark Aukrug gibt. Das ist gut, denn das eröffnet den lokalen Produzenten neues Publikum und hält die Wege kurz, die das ganze Zeug durch die Gegend gekarrt werden muss. Es ist schon immer die Frage gewesen, ob der Joghurt aus Bayern, und die Milch aus Sachsen kommen muss. Haben Sie mal überlegt, was die Schale Heidelbeeren aus Chile für eine Reise hinter sich haben und wann die in den Flieger gestiegen sein müssen um halbwegs appetitlich in der Auslage in Mittelholstein liegen zu können? Naja, ich drifte ab. 

Mir geht es heute mal um was Anderes: Ich war auf der Suche nach Honig und zwar dem rapsigen, hellen, leckeren. Meistens, leider nicht immer, gibt es heimischen Rapshonig im Honigregal des besagten Aukruger Supermarktes. Zur Zeit gibt es welchen und zwar von Carla Pöhls. Der ist gut, ich habe ihn zwar nicht chemisch untersucht, aber er schmeckt mir, und das ist mein Kriterium bei Lebensmitteln. Dann gibt es daneben noch einen Rapshonig in dem berühmten Glas des Deutschen Imkerbundes. Dieser Honig kommt von einem großen Unternehmen aus Braunschweig, den Namen können Sie ja selber nachschauen. Die Qualität mag ja Geschmackssache sein, aber für mich liegen Welten zwischen den beiden Produkten. Das ist ja jetzt mal alles nicht der Rede wert, werden Sie denken und Sie haben Recht. Diese Fälle gibt es öfter, Schwamm drüber. Aber halt, nicht so schnell. Der Blick auf das Preisschild überrascht mich dann doch einigermaßen. Das lokale Aukruger Produkt ist einen Euro billiger als die Importware aus Niedersachsen, das ist mal ne Überraschung.

Ich hoffe, schwer, dass das kein Irrtum war und die Preise nicht zwischenzeitlich korrigiert wurden. Also, wer nach leckerem Honig sucht und nicht direkt beim Imker kauft, der sollte zugreifen. Ich finde das gut, man tut was für sich, die Umwelt und spart noch dabei. Eine Triple-Winsituation, wenn ich das mal auf Neudeutsch so sagen darf. Ich hau mir jetzt einen Löffel Aukruger Rapshonig in die heiße Milch, es ist saukalt für Ende Juni!

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