Die Kraniche sind da

Sie sind wieder da: Das kraftvolle Trompeten der Kraniche ist in der Aukruger Feldmark jetzt einer der ersten Frühlingsboten. Brüteten die großen Vögel noch vor gut zehn Jahren nicht im Naturpark Aukrug, sind sie mittlerweile an mehreren Orten heimisch geworden. War der Kranich in meiner Jugend noch mit wenigen Paaren auf das Lauenburgische beschränkt, hat er im Zuge der landesweiten Zunahme auf mittlerweile über 350 Brutpaare (2009) auch den Aukrug erreicht.

Die Vögel bauen ihr Nest in nassen Bruchwäldern, Mooren und sumpfigen Wiesen. Dass die ersten Paare im zentralen Naturpark allesamt in von uns vernässten Flächen, nämlich im Viertshöher Moor und an der Buckener Au, zur Brut schritten, war für uns natürlich ein besonderer Grund zur Freude. Ich erinnere mich noch gut, wie ich den von Detlef Ratjen (unserem Gründungsvorsitzenden) für eine Grünlandvernässung im Jahr 2003 gewählten Namen  „Kranich-Fläche“ als übertrieben optimistisch, ja gar vermessen empfand. Als vor drei Jahren dann auch hier ein Kranichpaar gebrütet hat, musste ich innerlich Detlef Ratjen Abbitte leisten.

Am besten beobachten kann man die Vögel, wenn man früh morgens durch die Buckener Au-Niederung radelt. Die frisch aus dem Winterquartier angekommenen Vögel, aber auch kleinere Trupps von Nichtbrütern suchen hier nach Nahrung. Auch von den Wegen an den kleineren und größeren Mooren des Naturparks kann man regelmäßig den Kranichruf vernehmen, ohne die Brut der störungsempfindlichen Vögel zu gefährden. Und natürlich hoffen wir, dass man im Sommer nach einer erfolgreichen Brutsaison dann auch die Altvögel zusammen mit ihren diesjährigen Jungvögeln auf den Wiesen stehen sehen kann.

Mehr Infos zu den Kranichen (Wikipedia)

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