Geocaching im Naturpark Aukrug

Digitale Schnitzeljagd: Familie Klenke hat das Fieber gepackt

Computerspiele gibt es viele, fast alle haben eines gemeinsam: Die Spieler sitzen drinnen am Computer. Nicht so die Geocacher! Denn Geocaching verbindet Naturerlebnisse und Bewegung an frischer Luft mit einem Internet-Spiel. Es ist eine moderne Schnitzeljagd, wobei die Koordinaten der Verstecke (Caches) im Internet bekannt gegeben werden.

Familie Klenke aus Aukrug, das sind Stefan Klenke (Jahrgang 1969), seine Frau Anette und Tochter Emily (Jahrgang 2002), sind seit 2012 begeisterte Geocacher. Fast jeden Spaziergang mit ihrem Hund verbinden sie mit einer Schatzsuche oder verstecken selbst einen Caches. "Uns hat das Fieber gepackt", gesteht Stefan Klenke. Infiziert wurde er durch seine Tochter. Die damals 10-Jährige Emily hatte von einer Freundin gehört, dass ein Internet-Schatz ganz in der Nähe versteckt sein sollte. "Wir haben uns dann am Computer unter www.geocaching.com angemeldet, haben dort die Koordinaten eines Versteckes gefunden und sind auf unsere erste Suche gegangen. Unser Handy hat uns hingeführt", erzählt Stefan Klenke. Emily: "Das war spannend".
Durch diesen ersten Fund waren die Klenkes infiziert. Seitdem sind sie "Familie Pollhund32", so kennt die Geocaching-Gemeinde die Aukruger Familie im Internet. "Wir haben uns unter dem Spitznamen unseres Hundes im Internet registriert. Jeder Mitspieler gibt sich solch einen Nickname, so kennt man sich dann eigentlich nur unter diesem Pseudonym, es sei denn man trifft sich mal an einem Cache und kommt ins Gespräch", erklärt Stefan Klenke.
Mit seiner Tochter hat er in den ersten Monaten als Geocacher fast alle Verstecke der Umgebung ausgehoben. Schnell war ein GPS-Gerät angeschafft, um unkomplizierter als per Handy die Schätze zu heben.

Bei diesem Spiel werden die Cacher nicht reich, denn die Schätze bestehen nicht aus Kostbarkeiten. In den Verstecken finden die Finder nur kleine Behältnisse mit Tauschgegenständen und ein Logbuch. Emily: "Die Caches, das sind kleine Tupperdosen, Röhrchen oder Kästen, manchmal ganz urige Sachen. Einige bauen extra Kisten mit einem Mechanismus."

Eine der Herausforderungen für Geocacher ist es, einen Schatz als erster zu heben. Klenke: "Das nennt man First to Find". Im Logbuch wird dann "FtF" notiert, aber auch alle anderen Finder tragen sich dort ein. Wieder zu Hause kann der Cacher im Internet einen Kommentar eintragen. Darin beschreibt er dann, wie er das Versteck  gefunden hat, was ihm dabei passiert ist oder, dass er sich über die schöne Aussicht gefreut hat.
"Ein Einheimischer gibt mit seinem Cache sozusagen schöne und interessante Orte an Freunde weiter, zeigt ihnen schöne Wege oder Aussichten. Wir haben so zum Beispiel einen Mammutbaum in Barlohe entdeckt, solche Dinge findet man durch das Geocaching", erzählt Stefan Klenke.

Auch auf Reisen geht "Familie Pollhund 32" auf Schnitzeljagd. "Wir haben schon in Bayern, der Türkei, an der Ostsee und in Sachsen-Anhalt Caches gehoben", beschreibt Emily begeistert ihre Erfahrungen. "Es gibt Leute, die reisen quasi von Dose zu Dose, andere schicken kleine Talismane auf Reisen, indem sie die Finder bitten, einen Gegenstand mit zu ihrem nächsten Cache zu nehmen. Im Internet können die Owner, also die Besitzer, dann verfolgen, wo ihr Talisman gelandet ist. "Einige Caches sind dabei so schwer zu erreichen, dass die Cacher eine richtige Ausrüstung dabei haben müssen", schildert Emily und ihr Vater fügt hinzu: "Nach manchen Caches muss  man tauchen oder mit einer Kletterausrüstung eine Steilwand erklimmen."
Die Klenkes beschränken sich allerdings auf leicht erreichbare Verstecke. Wobei sich ihr Schwierigkeitsgrad mit der Zeit erhöht hat. Klenke: "Es gibt unterschiedliche Grade, einige Verstecke sind beispielsweise nur zu finden, wenn man vorher ein Rätsel gelöst hat. Ich habe mal eine ganze Nacht in Bayern nicht schlafen können, weil ich nicht auf die Lösung kam."
Als erfahrene Cacher geben sie aber auch selbst gern Rätsel auf. Im Naturpark Aukrug hat die Familie schon einige Schätze versteckt, unter anderem eine Cache-Runde im Viertshöher-Moor mit neun Verstecken und einer Finaldose.

Wer möchte, kann sich ja mal auf die Suche machen. Vielleicht lassen auch Sie sich anstecken vom Suchfieber der digitalen Schnitzeljagd.

Familie Klenke aus Aukrug geht mit Hund und GPS-Gerät gern und häufig auf digitale Schnitzeljagd.

Als Minimal-Ausrüstung führen die Geochacher immer eine Taschenlampe, das obligatorische GPS-Gerät, ein Tauschgeschenk, Zange, Messer und ihren Stempel für die Logbücher mit sich. 

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